Mit dem Carsharing-Auto in den Urlaub?

Auch am Urlaubsort gibt es verschiedene Sharing-Modelle, die ihr für das Sightseeing vor Ort nutzen könnt.

Die Zahl der registrierten Carsharing-Nutzer ist die letzten Jahre stetig angestiegen. Anfang 2017 waren 1,7 Millionen Menschen in Deutschland registriert. Die meisten von ihnen nutzen das Auto für kürzere Strecken innerhalb von Städten. Aber kann man das Carsharing-Auto auch für eine Fahrt ins Ausland nutzen? Darauf solltet ihr achten. 

Bei den meisten stationsbasierten Anbietern wie etwa Flinkster, Cambio oder Stadtmobil ist eine Reise in EU-Länder theoretisch möglich. Manche Anbieter verlangen vor der Fahrt ins Ausland allerdings eine Ankündigung, um sicherstellen zu können, dass alle notwendigen Fahrzeugpapiere bereitliegen und das Auto auch für längere Strecken tauglich ist.

Bei stationsungebundenen Anbietern (Free Floating) wie Car2go oder DriveNow sind Auslandsfahrten auch innerhalb der EU nicht erlaubt. Bei unzulässigen Auslandsfahrten verlangen die Anbieter in der Regel hohe Strafgebühren, und auch der Versicherungsschutz ist nicht mehr gewährleistet.

Grundsätzlich sind die Carsharing-Konzepte aber eher als lokales Angebot zu betrachten, und die Buchung für längere Strecken ist die Ausnahme. Meist gilt: Je weniger Kilometer, desto eher lohnt sich ein Sharing-Modell.

Sharing am Urlaubsort

Wer im Urlaub nicht auf alternative Verkehrsmittel verzichten möchte, kann die Sharing-Modelle am Urlaubsort nutzen. Ihr umgeht das Problem der festen Mitgliedschaft, indem ihr auf einen mitgliedsgebührenfreien Anbieter zurückgreift. Hier sind einige Carsharing-Beispiele:

AmsterdamConnectCar
BarcelonaAvancar
LondonCar2go
MadridRespiro
MailandE-vai
ParisAutolib
RomATAC Mobilitá

Viele Städte bieten zusätzlich auch Bike- oder Roller-Sharing an. Damit seid ihr vor allem in großen Städten flexibler unterwegs als mit Auto, Bus oder Bahn. In Paris beispielsweise ist das Fahrradverleihsystem Velib Vorreiter. Mit über 23.000 Fahrrädern und mehr als 1800 Leihstationen erstreckt sich das Angebot über die ganze Stadt. Wer lieber mit dem Roller die Gegend erkunden möchte, der kann in Barcelona, Madrid, Rom oder Lissabon beispielsweise das E-Roller Angebot von eCooltra nutzen. Auch hier könnt ihr euch gebührenfrei anmelden.

Problem: Angebot nur in Großstädten

Ähnlich wie in Deutschland ist das flexible Sharing-Angebot auch bei unseren europäischen Nachbarn ausgesprochen punktuell und meist nur in den Großstädten vertreten. Tipp: Carsharing lohnt sich, bei einer spontanen und kurzzeitigen Buchung. Das bringt insbesondere für das Sightseeing in Städten entscheidende Vorteile. Aber wer länger mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich einen Mietwagen leihen.

Hier lest ihr, was ihr beim Carsharing besonders beachten solltet und welche Rechte und Pflichten ihr als Nutzer habt.


Sophia
Studium in Ansbach. Volontärin Digitale Kommunikation.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.