Nachrüst-Idee: E-Bike für alle!

Walzenprinzip: Unter den Pedalen wird der E-Motor angeklemmt. Er treibt das Hinterrad nur an, wenn die Pedale in Bewegung sind.

Ein ehemaliger österreichischer Radprofi und ein Maschinenbauer sammeln zurzeit Geld für ihre Idee: Ein elektrischer, nachrüstbarer Motor, passend zu jedem herkömmlichen Fahrrad. Vorerst hat das Unternehmen Add-e einen recht hohen Preis für das Kit angesetzt.

Das Prinzip klingt einfach: Mit nur wenigen Handgriffen hat man ein altes Rennrad, Mountainbike, BMX- oder Trekkingrad in ein leichtes E-Bike umgebaut. Ein Motor, eine Walze, eine Batterie – schon ist alles erledigt, soweit zumindest die Idee. Bis zu 1100 Euro soll der Nachrüstsatz aus Österreich kosten, falls er auf den Markt kommt. Der E-Motor für das Fahrrad hat dann 600 Watt Leistung. Etwas günstiger wäre die Variante mit 250 Watt. Der etwas schwächere Nachrüstsatz soll etwa 890 Euro kosten. Bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h kann laut Hersteller das mit Add-e elektrisierte Fahrrad beschleunigen.

Wie stark der E-Motor das Hinterrad antreiben soll, das kann der Fahrer über den Deckel der Batterie regeln, die aussieht wie eine Trinkflasche. Die Antriebswalze drückt sich nur dann gegen das Hinterrad, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Wird der Motor auf minimaler Stufe betrieben, hält der Lithium-Polymer-Akku bis zu 50 Kilometer weit. Den “Trinkflaschen-Akku” wieder aufzuladen dauert laut Add-e etwa eine Stunde.

Nie mehr verschwitzt zur Uni

Insgesamt wiegt das Nachrüst-Kit etwa zwei Kilogramm. Die Kontakte der Batterie sind im Flaschenboden versteckt. Etwa zwei Jahre brauchten Fabian Gutbrod (Geschäftsführer und Erfinder) und Thomas Pucher (Maschinenbauer, ehemaliger Radprofi), um die Miniwalze mit E-Antrieb zu entwickeln. Gutbrod hatte ein spezielles Motiv für seine Erfindung: “Ich war es leid, immer verschwitzt an die Uni zu kommen”, sagt er. Wann und ob das Nachrüst-Kit von Add-e verkauft wird, ist bislang unklar.

Hier findet ihr die Homepage von und weitere Infos über Add-e. Übrigens, die Idee, in ein Fahrrad eine elektrische Antriebshilfe einzubauen, ist nicht völlig neu. In Deutschland gibt es etwa das Unternehmen Senglar, das sich auf solche Anbauteile spezialisiert hat. Der Unterschied: Senglar verkauft ausschließlich Nabenmotoren. Und die sind bereits auf dem Markt.


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