Verkehrsschild beschädigt Auto: Wer haftet?

Wenn es stürmt, solltet ihr genau prüfen, wo ihr euer Auto abstellt – denn manchmal fliegt auch ein Verkehrsschild durch die Luft ...

Stürme können schwere Schäden an geparkten Autos verursachen. Dann landen schon mal Äste, Dachziegel oder Steine auf dem Pkw. Oft verbunden mit gravierenden Folgen und hohen Kosten. Im Fall, den das Landgericht Essen zu verhandeln hatte, gab es einen anderen stürmischen Übeltäter: ein Verkehrsschild.

Ein Autofahrer hatte sein Fahrzeug am Straßenrand direkt neben einem mobilen Verkehrsschild abgestellt. Der an diesem Tag kräftige Sturm mit Windböen bis zu Stärke 10 sorgte dann für den Rest: Das Verkehrsschild fiel um und beschädigte das Auto. Der Autofahrer forderte Schadenersatz von der zuständigen Firma. Diese habe das mobile Schild nicht ausreichend gegen starken Wind gesichert. Die Firma widersprach mit dem Argument, dass auch ein Dritter das Schild hätte umstoßen können.

Verkehrsschilder müssen gesichert sein

Das Gericht sah die Hauptverantwortung für den verursachten Schaden bei der Firma. Hätten die Verantwortlichen die eindeutigen Wettervorhersagen ernst genommen, wäre es ein Leichtes gewesen, das Schild durch zusätzliche Gewichte zu sichern und damit die Gefahr des Umkippens deutlich zu minimieren. Doch auch der Autofahrer kam nicht ungeschoren davon: Er musste sich eine Mithaftung von 25 Prozent zurechnen lassen, da er hätte erkennen können, dass es angesichts der Wetterlage nicht ohne Risiko ist, den Wagen neben einem mobilen Schild abzustellen.

Landgericht Essen, Urteil vom 20.12.2016, Az.: 15 S 157/16. 

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4 Kommentare

  1. Hilmar sagt:

    Kommentar zu Mclaren 720s: der Spritverbrauch mit 10,7 L/100km Super angegeben. Für ein Auto mit 720 PS sind das nicht viel. Ein ähnlich motorisierter Porsch oder AMG Benz benötigt gut das doppelte und Super Plus. Warum wird dann der Verbrauch als hoch bezeichnet? Weil es kein deutsches Fahrzeug ist?

  2. Sigifrido sagt:

    Für Leute, die sich mit einem McLaren o.ähnlich hochmotorisierten LuxusAuto bewegen spielt der Spritverbrauch überhaupt keine Rolle.
    Das trifft auch zu für Fahrer, die in einem schweren SUV / oder Geländewagen mit Reifen groß und breit wie ein kleiner Bulldog. Alles Angabe. Aber diesen Fahrer ist es völlig wurscht, wie sehr sie unnötig die Umwelt belasten, ganz zu schweigen von der Ignoranz gegenüber den nicht nachwachsenen Energien bzw Rohstoffen. Kommende Generationen sollen doch mit Wind oder dergleichen sich fortbewegen.

  3. Henja sagt:

    Sigifrido, das kann ich voll unterstreichen. –
    für diese Ignoranten und EGOISTEN sollte z.B. Sprit und Diesel nur noch an “speziell genehmigten Tankstellen” abgegeben werden, die zu
    doppelten und sogar VIERFACHE ABGABEPREISE verkaufen dürfen. Der erzielte Überschuß wird dann in die Gerechtigkeit und Sozialität (Herr SPD Scholz !) gesteckt.

  4. Rainer sagt:

    Hallo Sigifrodo und Henja aus euren Munde spricht doch der blanke Neid. Ich kann mir ein Auto in dieser Preisklasse auch nicht leisten aber deshalb habe ich keine Spur von Neid gegen die Leute , denn Sie bringen ihr Geld wenigstens unter die Leute und nicht in die Schweiz oder sonst wohin . Ich nehme an ihr fahrt Golf 2 Diesel mit H Kennzeichen und mit Frittenfett

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