IAA 2017: Alles auf Elektromobilität

Auf der IAA 2017 rücken die Hersteller die Elektromobilität in den Vordergrund.

Diesel-Skandal und Fahrverbote beherrschen die aktuelle Diskussion rund um die Automobilbranche. Mit einer großangelegten E-Offensive versuchen die Hersteller nun auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 2017 in Frankfurt, das Steuer herumzureißen und eines ihrer zentralen Zukunftsthemen in den Fokus zu rücken: Die Elektromobilität.

In den Chefetagen der Automobilhersteller setzt man überwiegend auf Elektromobilität: Auf der IAA präsentieren sie sich innovativ und umweltfreundlich. Vor allem deutsche Autobauer wie Volkswagen, BMW und Daimler stellen in Frankfurt ihre Strategien und auch neue Modelle zu alternativen Antrieben vor.

Beeindruckende Zahlen

Aktuell ist die Nachfrage nach E-Autos in Deutschland immer noch sehr gering. Für den seit Juli 2016 angebotenen Umweltbonus in Höhe von maximal 4000 Euro beim Kauf eines neuen Elektroautos lagen bis Ende Juli 2017 nur knapp 27.000 Anträge vor. Hauptgründe dafür sind neben dem vergleichsweise hohen Preis der Fahrzeuge, die oft noch geringe Reichweite und vor allem eine fehlende flächendeckende Lade-Infrastruktur.

Jetzt sagen die Hersteller den deutschen E-Auto-Muffeln den Kampf an. Mit beeindruckenden Zahlen. Allein Volkswagen plant eine Erhöhung der Investitionen in E-Autos auf 20 Milliarden Euro und will bis zum Jahr 2025 mehr als 80 neue Autos mit Elektromotor herausbringen. VW-Chef Matthias Müller geht sogar noch einen Schritt weiter und kündigte nun für das Jahr 2030 für jedes der weltweit etwa 300 Modelle mindestens eine E-Version an. Eine direkte Folge des Diesel-Skandals.

Vollstrom auf der IAA

Daimler will etwa 10 Milliarden Euro für Investitionen in elektrische Antriebe in die Hand nehmen. Ähnlich ambitioniert klingt das Ziel, bis 2022 das gesamte Sortiment auch mit E-Antrieben anzubieten. Die Schwaben stellen zudem ihre Kleinwagenmarke Smart bis 2020 komplett auf elektrische Antriebe um und präsentieren auf der IAA das erste vollelektrische EQ-Konzeptfahrzeug im Kompaktsegment.

BMW hat in den letzten Jahren bereits einen rasanten Imagewandel vollzogen. In diesem Jahr werden wohl 100.000 E-Autos und halbelektrische Plug-in-Hybride produziert. Außerdem man will dem US-Schwergewicht Tesla mit dem (noch nicht serienreifen) Elektro-Coupé i-Vision in die Parade fahren, der über 600 Kilometern Reichweite verfügen soll. Bis 2025 sieht BMW-Chef Harald Krüger außerdem die Serienproduktion von zwölf rein elektrisch angetriebenen Modellen vor.

Auch Jaguar gibt Vollstrom auf der IAA. Die Briten stellen ihr erstes reines Elektroauto vor – den SUV i-Pace, der im ersten Halbjahr 2018 auf den Markt kommen soll – mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern. Und einem stolzen Preis zwischen 70.000 und 80.000 Euro.

Ihr interessiert euch für ein E-Auto, habt aber noch viele offene Fragen? Wir haben die wichtigsten Antworten zusammengefasst. 


4 Kommentare

  1. Ad sagt:

    Een elektro auto is volgens mij alleen maar bedriegen en liegen Als men werkelijk schoon wil rijden is waterstof de enige nu bekende mogelijkheid, Waarom wordt dit niet gepromoot maar alleen die vervuilende elektro auto

  2. Es bleibt äußerst spannend, welcher Konzern welche Versprechen im Hinblick auf die Elektromobilität am Ende tatsächlich einhalten kann.

  3. R.Kern sagt:

    Wenn die Nachfrage immer noch so gering sein soll, frage ich mich, warum die aktuellen Lieferzeiten für das Smart Coupe circa 4-5 Monate, für das Smart Cabrio 6 Monate und für den Renault Zoe ebenso 4 Monate betragen? Anstatt sich von den” Sonntagsreden” der Autobosse einlullen zu lassen und “Leuchtturmprojekte” zu bestaunen, die sich sowieso kaum jemand leisten kann, sollten sich die Medien auf die Fragen konzentrieren, was die Autobosse tun um bezahlbare Stromer schnell verfügbar zu machen.

  4. EAutoFan sagt:

    Wir haben definitiv kein Nachfrageproblem sondern ein Angebotsproblem.

    Beispiele:
    – Mercedes baut die elektrische B Klasse nicht mehr und hat auch sonst keine Elektroauto (ausser Smart) im Programm
    – Opel verkauft den Ampera E trotz hoher Nachfrage nicht
    – VW könnte den E-Golf öfters verkaufen als produzieren (Produktion zu 100 % ausgelastet)
    – Tesla könnte 500.000 Model 3 verkaufen wenn sie ihn jetzt schon produzieren könnten
    – Wer schon mal versucht hat ein Elektroauto bei einem deutschen Hersteller zu kaufen wird merken dass dies ein schwieriges Unterfangen ist. Manche Händler weigern sich E-Autos zu verkaufen und andere nur sehr widerwillig. Hier wird vergeblich versucht die Nachfrage gering zu halten

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