Mit der Luxusyacht in die Straße stechen

Der Vision Mercedes-Maybach 6 Cabriolet ist eine Hommage an die Haute Couture der handgefertigten Cabriolets.

Das neue Vision Mercedes-Maybach 6 Cabriolet ist ein absoluter Hingucker. Äußerlich erinnert das Auto an eine luxuriöse Yacht, im Inneren arbeitet ein leistungsstarker Elektromotor.

Mitte August hat das neue Vision Mercedes-Maybach 6 Cabriolet auf der Monterey Car Week in Kalifornien seine Premiere gefeiert. Mit der „Boat Tail“-Form des Hecks und dem weißen Nappaleder im Innenraum sollen Erinnerungen an eine Luxusyacht wach werden – eine elektrobetriebene: Der flache Akku sitzt im Unterboden des rund sechs Meter langen Gefährts und ermöglicht eine Reichweite von über 500 Kilometern. Dank Schnellladefunktion soll sich in nur fünf Minuten genügend Strom tanken lassen, um weitere rund 100 Kilometer unterwegs zu sein.

Das Fahrerlebnis ist dabei sportwagentypisch: Das Cabrio bringt 750 PS auf die Straße und beschleunigt von 0 auf 100 km/h in unter vier Sekunden. Der Geschwindigkeitsrausch dürfte beim Fahren allerdings weniger im Vordergrund stehen. In den edlen weißen Ledersitzen kommt bei den Mitfahrern entspannte Lounge-Atmosphäre auf. Eingetaucht ins blaue Licht aus dem durchsichtigen Mitteltunnel, soll der elektrische Energiefluss des Antriebs erlebbar gemacht werden. Dass man sich mit dem Bordcomputer frei und ohne vorab festgelegte Sprachbefehle austauschen kann, passt da nur ins Bild.

Da das Vision Mercedes-Maybach 6 Cabriolet ein Konzeptauto ist, gibt es keinen offiziellen Preis. Auch ist es eher unwahrscheinlich, dass das Fahrzeug so in Serie geht. Die Bilder der Designstudie sind trotzdem schön anzusehen.

 

Wichtige Fragen und Antworten rund ums Thema E-Auto findet ihr hier.

Für die gelungene und unbeschwerte Fahrt: Unsere Tipps für Cabriofahrer.


Tim
Soziologe und Journalist. Weigert sich, das Verkehrssystem aus systemtheoretischer Perspektive zu betrachten.

9 Kommentare

  1. Herbert sagt:

    Dieses Auto ist ein Traum, ein absoluter Traum. Aber auch nicht von schlechten Eltern ist der neue Mercedes-Maybach G 650 Landaulet. Der wird z.B. auf der Seite hier vorgestellt. Ein beeindruckender Wagen mit noch beeindruckenderen Gadgets!

  2. J.-U. Keilhäuber sagt:

    Die Bildansicht von Seite-Hinten lassen ein Meisterwerk erahnen!
    …und dann kam die Frontansicht…
    Schade und Kopfschütteln! Automobiler Einheitsbrei! Menschenskinder Ihr Designer! Das soll dem Namen Maybach gerecht werden? Gibt es denn keinen eigenen Antrieb eine besondere Frontpartie zu kreieren “… oh, da kommt ein Maybach…” ? Keine Idee, also einen großen Lachmaulgrill dran geklatscht, wie an vielen der anderen Alltagswagen..
    Schade :'(

  3. Mucki sagt:

    Wozu der Schnickschnack an Leistung und Design ? Wer kann sich sowas schon leisten? Nur großenwahnsinnige Millionäre bzw. Milliadäre leisten sich sowas.
    Ansonsten bleibt es eine Eintagsfliege, die bald wieder untertaucht.

  4. Günther sagt:

    Eine tolle Studie dieses Auto. Was mich aber interessiert, wie lange halten die Akkus in den E-Autos überhaupt und was kostet der Austausch? Darüber wird geschwiegen. Habe mal gehört, dass neue Akkus bis zu 10 tsd. Euro kosten sollen. Sollte dem so sein, wäre der Kauf eines E-Autos völlig unrentabel. Weiß da jemand etwas darüber?

  5. Hel sagt:

    Die Fotos auf dieser Seite sind total pixelig, erst nach 2x anklicken kommt man zum richtigen Bild… Muss wohl nochmal überarbeitet werden, die Seite…

  6. Der Waldschrat sagt:

    Ein Traumauto – fürwahr…Designerwartungen werden zu 100 % erfüllt. 5 min. laden – 100 km fahren…ist die Technik tatsächlich vorhanden? Wenn ja, warum fliesst diese nicht zu bezahlbaren Preisen in die Großserie ein? 10 min. laden – etc., damit wären doch die Ansprüche der allermeisten Pendler an die Elektromobilität erfüllt, oder nicht? Wenn DB die Technik besitzt, warum überlässt man den Markt dann den US, den Koreanern, den Chinesen? Bei aller Begeisterung und Zustimmung für dieses Auto macht sich ob dieser 5-min.-Ansage doch große Ratlosigkeit breit…

  7. Willi Schmidt sagt:

    Wenn man diesem Wagen einen (bereits sehr optimistisch geschätzten) Verbrauch von 20 KWh/100 KM unterstellt, dann müsste er schon an einer 240 KW Ladesäule stehen, um die 100 KM in 5 Minuten zu erreichen. Die gibt’s natürlich auf weite Sicht nicht, leider schaffen es die Deutschen noch nicht einmal, eine halbwegs vernünftige Zahl von 50 KW Ladern im Land zu etablieren. Lieber baut man, um die Statistiken zu schönen, eine Vielzahl von wesentlich preiswerteren 22 KW AC Ladern, an denen aber leider nur ein einziges derzeit verfügbares Modell (Renault Zoe) vernünftig laden kann, und selbst dieses aber natürlich nur in absolut unzeitgemäßem Tempo.
    Im Erstellen von Studien sind die Deutschen scheinbar immer vorne dabei. Wenn es darum geht, vernünftige Modelle auch auf den Markt zu bringen, sind alle anderen leider viel weiter.

  8. Ma haa sagt:

    Mit 75PS und 10 facher Reichweite, das wäre ein Auto für die Großserie.

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