Verkehrskonflikte: Das sagen unsere Facebook-User

Sind Radfahrer im Straßenverkehr wirklich so undiszipliniert, wie es ihnen viele Facebook-User vorwerfen?

Wenn sich Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer in die Quere kommen, sind Verkehrskonflikte programmiert. Wir haben unsere Facebook-User gefragt, welche Erfahrungen sie zu dem Thema gemacht haben.

Die Tendenz ist eindeutig. Es herrscht relativ großer Unmut gegenüber Fahrradfahrern. Der Vorwurf: Sie halten sich häufig nicht an die Verkehrsregeln. Interessant ist, dass kaum ein Fußgänger geschrieben hat. Wir haben einige Kommentare ausgesucht:

Unser Facebook-Fan Gery Black fordert “gigantische Strafen” für Radfahrer und erntet dafür viel Zuspruch.

Rico Richter beschwert sich, dass Radfahrer häufig auf Handzeichen verzichten und risikoreiche Manöver wagen.

User Dirk Bachmann stört es, wenn Fahrradfahrer sich an Autos vorbeidrängeln.

Ingo Becker ist genervt von Zigaretten am Steuer und fordert ein Rauchverbot.

Heike Bucklewski hat die Erfahrung gemacht, dass Autofahrer oft unaufmerksam sind und fordert gegenseitigen Respekt.

Thomas Burgis, ebenfalls Radfahrer, versucht zu beschwichtigen. Sein Credo: mehr Respekt untereinander.

User Tom Jacobs fordert Versicherungspflicht und Kennzeichen für Radfahrer.

Unser Facebook-Fan Cem Alici findet, dass die Niederlande als Vorbild dienen könnten.

Wir empfehlen grundsätzlich allen Verkehrsteilnehmern, sich ohne Ausnahme an die üblichen Regeln zu halten, um Konflikten und möglichem Schaden vorzubeugen.

  1. Radfahrer sollten sich unbedingt an die Verkehrsregeln halten. Fahren über rote Ampeln, in falscher Richtung oder ohne Licht sollte tabu sein.
  2. Autofahrer sollten beim Abbiegen immer den Schulterblick anwenden. Beim Überholen von Radfahrern sollte ein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten werden.
  3. Auf gemeinsamen Verkehrsflächen sollten Radfahrer besondere Rücksicht auf Fußgänger nehmen und ihre Geschwindigkeit bei Bedarf anpassen. Autofahrer sollten ihre Fahrzeuge so parken, dass Fußgänger nicht behindert oder gefährdet werden.
  4. Erwachsene Fußgänger haben eine große Verantwortung als Vorbilder im Straßenverkehr gegenüber Kindern. Daher sollten sie nicht bei roter Ampel die Fahrbahn überqueren.

Lesen Sie hier: Rettungsgasse in der Stadt


8 Kommentare

  1. Hans-Jürgen Skibbeh sagt:

    ich war in eineone eine beliebte Rennstrecke r Fußgängerzone unterwegs, eine Baustelle verengte de n Fußweg auf ca. 1m. Es gab ein Schild .Radfahrer absteigen. Ich war auf dem etwa 3m langen gesicherten Überweg als es hinter mir krachte, ich wurde von einer Schipfkanonade überschüttet. Ein Radfahrer welcher nicht abgestiegen war beschimpfte mich furchtbar: Ich sollte nicht so bummeln, er war in die Baustelle gefallen, absteigen war offenbar nicht seine Welt. Im übrigen war die etwas abschüssige Fußgängerzone eine beliebte Rennstrcke für Radfahrer die ohne Rücksicht auf Verluste zwischen den recht zahlreichen Fußgängern durchbretterten. Polizei – nix. Leipziger Straße Halle/Saale.

  2. Thomas-Ulf Kadoch sagt:

    Es wäre so einfach, wenn sich jeder Verkehrsteilnehmer an die Regeln halten würde.
    Das heißt, Fußgänger und Radfahrer sollten wissen, was eine rote Ampel bedeutet. Natürlich auch welche für sie bestimmt ist. Zum Beispiel gilt die Fußgängerampel nicht für Radfahrer. Außer sie steigen ab und schieben ihr Rad. Wenn Radwege vorhanden sind, sind diese zu nutzen und nicht die Fahrbahn für Autos. Auch auf Busspuren ist rechts hinter einander zu fahren. Wenn kein Radweg vorhanden ist, hat man sich auf der Fahrspur einzuordnen. Ein rechts vorbei drängeln führt zu Unfällen, die vermieden werden könnten. Als Linksabbieger rechtzeitig einordnen und nicht erst an der Kreuzung von ganz rechts nach links die Fahrspuren queren.
    Das Schlimmste ist das Fahren ohne Licht, ohne Reflektoren und in dunkler Bekleidung.
    Wenn es nach mir geht, muss ein Führerschein für Radfahrer und die gleichen Strafen für die Missachtung der Verkehrsregeln geschaffen werden. Ebenso wie ein Versicherungskennzeichen. Damit man Schadensverursachern auch habhaft werden kann.
    Damit möchte ich die Autofahrer nicht loben, welche nicht wissen, dass man beim Spurwechsel und Abbiegen es rechtzeitig anzeigen muss. Auch ist eine defekte Beleuchtung sofort instand zu setzen. Das Tagesfahrlicht ist in der Dämmerung unzureichend.
    Ganz wichtig ist das auch im Berufsverkehr vor Ampeln, im Stau und bei jeder anderen Verzögerung im Straßenverkehr eine Rettungsgasse zu bilden ist. (Diese sollten aber auch die berechtigten Einsatzfahrzeuge nutzen.)
    Zum Abschluss: wenn jeder Verkehrsteilnehmer sich an den §1 der StVO hält, wäre allen geholfen.

  3. Peter Dinkel sagt:

    Was auch passieren kann, eine Baustelle die sich steil berganwärts zieht, hat eine Ampel. Die Autofahrer schaffen es leicht, die Grünphase zu durchfahren, Radfahrer hingegen wegen der Steigung meist nicht. Der darauf folgende Gegenverkehr bekommt nun vorzeitig Grün und nimmt dann keine Rücksicht mehr, auf die ihm entgegenkommenden Radfahrer, drängt sie sogar von der Straße, weil sie meinen im Recht zu sein. Der Radfahrer startet beim nächsten Mal bereits wenn die Ampel noch Rot ezigt, um nicht wieder vom entgegenkommenden Verkehr belästigt zu werden, aber der hinter ihm wartende Verkehr sieht jetzt quasi einen Rotlichtverstoß des Radfahrers und drängt ihn daraufhin beim Vorbeifahren soweit in die Baustelle, dass sogar Sturzgefahr besteht. Schönes Deutschland, dass auf Fußgänger und Radfahrer nicht genügend Rücksichtnahme als selbstverständlich hält.. .

  4. gerhard brill sagt:

    Das Grundproblem ist ja eigentlich nur.das sich Fahrradfahrer, und da sind E-Fahrräder auch mit gemeint, nicht an allgemeine Verkehrsregeln gebunden fühlen.Wenn Bedarf ist, nehmen sie Strassenverkehrsrecht in Anspruch, notfalls sind sie ohne absteigen plötzlich Fußgänger und beanspruchen Vorrang, zB an Zebrastreifen.Das Problem als Auto- bzw noch arger als LKW-Fahrer is ersichtlich, man muß nachgeben, weil sie ja schwächer sind.

  5. Viele Autofahrer vergessen die Verkehrsvorschriften wenn sie sich auf einen “Drahtesel” setzen!

  6. Dr. Schneider sagt:

    E ist leider so. Rowdys gibt es unter allen Verkehrsteilnehmern. Kontrollen leider meist nur an Stellen wo man nicht mit Konflikten rechnen muss. Gegenseitige Rrücksichtnahme – häufig unbekanntes Fremdwort

  7. Peter Hansen sagt:

    Auch ich bin Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer, aber was ich bei uns in Harrislee oftmals erlebe ist schon recht abenteuerlich. Radfahrer grundsätzlich auf dem Gehweg. Ich wurde schon dreimal von Radfahrern angerempelt und anschließend noch beschimpft ich könne ja beiseite gehen usw. Bei der Polizei, wenn denn vorhanden, gab es nur ein Achselzucken, “oder das ist Sache der Gemeinde”. Genauso telefonieren während der Fahrt, sieht man täglich mehrmals.

  8. ADAC: Es haben sich keine Fußgänger gemeldet. Die bundesweite Schutzorganisation der schwächsten Verkehrsteilnehmer BUND DER FUSSGÄNGER e.V. wurde nicht angefragt. Daher jetzt der Kommentar: 90% der Radler missachten für sie geltende Verkehrsregeln (BASt 1992), 60% befahren verbotenerweise Gehwege (ADFC), Luftverschmutzung in den Städten fördert den Radverkehr zu Lasten der Fußgänger in einer immer älter werdenden Gesellschaft. Das Bundesverkehrsministerium weigert sich seit über 20 Jahren, unsere Vorschläge zum aufwandarmen Einsatz von Fahrradkennzeichen (ala´ Moped) anzuhören.
    BUND DER FUSSGÄNGER e.V.
    Vorstand

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