Connected Car: Fluch oder Segen?

Moderne Autos sind wahre Datensammler - meist unbemerkt vom Autofahrer.

Moderne Pkw sind fahrende Computer: Ständig erzeugen sie Daten. Einige davon sind für die Information des Fahrers gedacht, andere wiederum werden direkt zum Hersteller gesendet – ohne, dass der Fahrer davon weiß.

Connected Car steht für die Fähigkeit zur internen und externen Vernetzung. Das datensammelnde Auto informiert zum Beispiel den Hersteller über den technischen Zustand eines Pkw oder auch über das Fahrverhalten des Fahrers. Der Hersteller leitet diese Daten dann wiederum oft an Dienstleister weiter. Das können Informationen zu einem Unfall oder einer Panne sein, Wartungserinnerungen oder auch individuell zugeschnittene Versicherungsangebote.

Die ersten elektronisch gesteuerten Fahrsicherheitssysteme, wie etwa das Antiblockiersystem (ABS), legten den Grundstein für die Vernetzung des Autos. Der Smart City Coupé aus dem Jahr 2001 gilt in Deutschland als das erste auf dem Markt verfügbare Auto mit Internetzugang und der Fähigkeit zur Vernetzung. Die Innovationen der darauffolgenden Jahre bauen auf der Integration mobiler Endgeräte auf.

Chancen und Risiken

Die vermeintlichen Vorteile des Connected Car haben aber auch Nachteile für den Verbraucher. Der Fahrer könnte beispielsweise bei der freien Werkstatt-Wahl eingeschränkt werden, wenn das Auto bestimmte Daten nur für Vertragswerkstätten freigibt. Idealerweise sollten auch freie Werkstätten auf die relevanten Daten zugreifen können. Außerdem sollte der Fahrer die Möglichkeit haben, den Datentransfer des Autos jederzeit abzuschalten.

Neben der rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen wird vor allem die Akzeptanz der Autokäufer entscheidend für den Erfolg oder Misserfolg von Connected Car sein.

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Sophia
Sophia
Digitale Kommunikation

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